Five-Minute Interview


Published: October 5, 2011
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Von der Aufgabe, Warnzeichen und Trends zu erkennen

EMDTs Interviews bieten interessante Einblicke in die MedTech-Industrie. Hier sprechen wir mit Heinz-Peter Hippler, Geschäftsführer des Verbandes für Mikrotechnik IVAM.

By: Yvonne Klöpping

F Wenn ich jetzt nicht mit Ihnen sprechen würde, was würden Sie in diesem Moment tun?

A Sehr wahrscheinlich E-Mails beantworten oder mich auf eine der nächsten Besprechungen vorbereiten.

 

F Wie sind Sie in der Nanotech-Branche gelandet?

A Aufgrund meiner beruflichen Historie. Seit vielen Jahren habe ich mich der optischen Messtechnik verschrieben. Da kommt man zwangsläufig auch auf den Geschmack der kleinen Dimensionen, nämlich der Mikro- und Nanotechnologie.

 

F Sie haben erst kürzlich den bisherigen IVAM-Geschäftsführer Uwe Kleinkes abgelöst. Was möchten Sie anders machen, was beibehalten?

A In erster Linie geht es darum, die Kontinuität und Zielstrebigkeit mit der Dr. Kleinkes IVAM auf- und ausgebaut hat, fortzusetzen. Durch meine industriell geprägte Vergangenheit werde ich sicherlich Aspekte einfließen lassen, die sich mit Marketing, Vertrieb und „go-to-market“ befassen.

 

F Gibt es einen Bereich, auf den Sie sich besonders konzentrieren möchten?

A Ja, auf den Ausbau der Mitgliederanzahl aber auch den Ausbau von Aktivitäten im Bereich Medizintechnik. Zusätzlich müssen wir ein Bewusstsein für den demografischen Wandel schaffen, der ganz besonders die kleinen und mittelständischen Unternehmen unter unseren Mitgliedern treffen wird. Ich denke, es ist unsere Aufgabe als Verband, Warnzeichen und Trends frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und Maßnahmen zu empfehlen.

 

F Was haben Sie vorher gemacht?

A Von Hause aus, wie man so sagt, bin ich Physik-Ingenieur. Ich habe gut zehn Jahre optische und laser-optische Messmethoden und -systeme für die Eisen- und Stahlindustrie entwickelt. Danach bin ich in die Industrie gegangen und war als Produktmanager der „Moderator“ zwischen Vertrieb und Produktentwicklung. Dabei habe ich Gefallen an Kommunikation und Networking gefunden. In weiteren Berufsstationen nahm ich Aufgaben als European Operation Manager für ein US-Unternehmen wahr und war bis vor kurzem als weltweit zuständiger Marketing-/Vertriebsleiter für ein Hightech-Unternehmen aus dem Ruhrgebiet tätig.

 

F Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten?

A Die Herausforderung, eine Unternehmung weiter zu entwickeln und die gesamte Klaviatur des „Verkaufens“ (manche sagen auch Kommunizieren, Verhandeln, Durchsetzen dazu) einsetzen zu können.

 

F Was ist das Besondere an einem Verband wie IVAM?

A Die Weitsicht, mit der vor über 15 Jahren erkannt wurde, dass Mikro- und Nanotechnologien zukünftig eine hohe Bedeutung für nahezu alle Lebensbereiche einnehmen werden.

 

F Was ist in Ihren Augen die beste medizintechnische Innovation überhaupt?

A Nun, ich möchte mich hier mit meiner Aussage auf die „mechanischen“ Entwicklungen beschränken und finde die sogenannte „Schlüssellochchirurgie“ faszinierend.

 

F Worauf sollte sich die MedTech-Branche mehr konzentrieren?

A Rechts und links über den Tellerrand schauen und die Möglichkeiten der Querschnittstechnologie Mikro-Nano-Technik ausschöpfen.

 

F Was ist die momentan interessanteste Entwicklung in der Medizintechnik-Branche?

A Erfreulicherweise ist das Gebiet so vielfältig, dass es schwer fällt, etwas als das Interessanteste herauszustellen. Unsere Mitglieder zeigen auf der Compamed/Medica im Herbst die Bandbreite innovativer Lösungen für die Medizintechnik von morgen. Dort wird beispielsweise demonstriert, wie mit Hilfe von neuartigen Produktionstechnologien und Methoden zur Systemintegration innovative medizintechnische Produkte ermöglicht werden. Darüber hinaus werden neue und innovative Materialien zu sehen sein, die z.B. ein verbessertes Einwachsen von Implantaten ermöglichen.


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